Unternehmertum heißt, Probleme lösen – Jürgen Schüttlöffel von Saueracker GmbH & Co KG

Der Macher hinter dem Traditionsunternehmen Saueracker GmbH & Co KG erzählt von seiner prägenden Weltreise als Grundlage für seine Karriere im internationalen Handel und verrät uns, wie er erfolgreich zahlreiche Handelsunternehmen mit aufgebaut hat.

Der Macher hinter dem Traditionsunternehmen Saueracker GmbH & Co KG erzählt von seiner prägenden Weltreise als Grundlage für seine Karriere im internationalen Handel und verrät uns, wie er erfolgreich zahlreiche Handelsunternehmen mit aufgebaut hat.

Weltreise als wichtiger Teil der Persönlichkeitsentwicklung

Jürgen Schüttlöffel wollte nach seiner kaufmännischen Ausbildung und seiner Zeit bei der Bundeswehr in Hamburg, “dem Tor zur Welt”, ebenfalls die Welt erkunden. Wie die Seeleute, die er am Hafen beobachten konnte. So wurde die Idee einer Weltreise mit seinem Freund geboren. Auf Reisen begegneten ihnen immer wieder Problemstellungen, die es zu lösen galt. “Wenn man plötzlich nicht mehr weiter reist, weil das Visum nicht vorhanden ist, was macht man dann?” Im Laufe der Reise erweiterte Schüttlöffel so sein Wissen über internationalen Handel, Absatz und seine eigene Persönlichkeit. Zurück in Deutschland bewirbt er sich auf die Stelle des Exportsachbearbeiters für Fernost, Nahost und Ozeanien bei Grundig. Mit seiner internationalen Erfahrung wurde ihm zugesagt in diese Länder reisen zu können, um die Marktanteile der Schreibmaschinenhersteller Triumph und Adler zu vergrößern.

Marktanteile nachhaltig vergrößern

Die Schreibmaschinen wurden in siebenstelligen Zahlen hergestellt und vertrieben. “Wir waren relativ neu und haben gesagt, wir sind eine deutsche Marke. Wir haben eine große Tradition. Wir wollen einen angemessenen Marktanteil haben.” Mit diesem Auftrag baute Schüttlöffel Märkte in Asien, Afrika, Lateinamerika, den USA und europäischen Ländern auf. Auf Basis von Nachhaltigkeit wurden die Gesellschaften über Monate hinweg neu organisiert. Mit Hilfe von Grundsatzgesprächen wurden klare gemeinsame Ziele definiert, die im Nachhinein in der Budgeterstellung und dem Soll- und Ist-Vergleich analysiert werden konnten. Hierbei wurden alle Facetten der Organisation optimiert: Einkauf, Verkauf, technischer Kundendienst, Schulung, Berichtswesen und Marketing. Die Arbeit war kennzahlenbetrieben und versprach stetiges Wachstum.

Übernahme Saueracker und konsequente Entwicklung zu regional führenden Office Supply Dienstleister.

Unter der Führung von Herrn Schüttlöffel entwickelte sich das Unternehmen Saueracker GmbH & Co KG vom kleinen Lieferanten für Schreibwaren zu einem regional führenden Lösungsanbieter für Office Supply. Das Reporting System wurde möglich gemacht durch die erfolgreiche Implemenation eines ERP Systems.

Nachdem Schüttlöffel drei Jahre in London für den Konzern Burroughs Vertriebsgesellschaften verantwortete, wurden – wie auch bei seinem vorherigen Arbeitgeber – Anteile verkauft. In der Selbstständigkeit suchte Schüttlöffel dann die Sicherheit. Es war ihm wichtig, seine eigenen Entscheidungen treffen zu können. “Sich selbstständig machen, dazu gehört eine Menge Mut. Aber auch Naivität.”

Er hatte bereits zahlreiche Unternehmen aufgebaut und begann sein Wissen bei Saueracker, die neben Bürobedarf auch Triumph-Adler Schreibmaschinen vertrieben, in die Tat umzusetzen. Im Jahr 1987 erwarb er 51 Prozent des Unternehmens, später dann den Rest. Die ersten drei Maßnahmen waren die Einstellung seiner Frau als Personalbuchhalterin und eines kaufmännischen Leiters. Anschließend mussten passende Räumlichkeiten gefunden werden. In der Xantener Straße in Nürnberg steht heute noch die Firmenzentrale. Darauf folgte die Einführung eines modernen Reporting Systems, die Etablierung guter Personalpolitik und die Optimierung des Außenauftritts. So erhielt Saueracker 1994 einen Zuschlag des Quelle Konzerns. Sie präsentieren ein modernes Abrechnungssystem, bei dem mit Hilfe von floppy discs am Monatsende alle Kostenstellen-Aufwände automatisch eingespielt werden konnten. Heute erhalten einige Kunden keine Rechnung mehr bei Saueracker, da es die Option eines modernen Gutschriftsverfahrens gibt. Die Bestellungen werden eingegeben, der Wareneingang bestätigt. Kundenseitig erfolgt dann eine Gutschrift an Saueracker, sodass alle Rechnungsprüfung für die tausenden Bestellungen entfällt.

Saueracker besteht seit fast 100 Jahren

Entscheidend für Erfolg waren und sind die motivierten und engagierten Mitarbeiter. “Das Thema Mitarbeiter ist sehr hoch anzusetzen.” Diese wurden im Zuge von Fortbildungsprogrammen der Marketinggruppe West professionell ausgebildet. Die Gruppe aus deutschen Handelshäusern formte sich in den 90er Jahren, als internationale Konzerne nach Deutschland kamen. Schüttlöffels zweite Tochter Birgit führt heute nicht nur das Unternehmen Saueracker, sondern verantwortet die IT des Händlerzusammenschlusses MGW Office Supplies GmbH und ist Aufsichtsratsmitglied der Genossenschaft Soennecken eG. Seit 2015 ist Jürgen Schüttlöffel nicht mehr aktiv im Unternehmen, unterstützt aber wo er kann. Für die Zukunft macht er sich keine Sorgen, denn die Beziehung zwischen ihm und seiner Tochter ist “voller Vertrauen und Anerkennung”.

Jürgen Schüttlöffel gibt detaillierte Einblicke in seine spannende Karriere, in der er weltweit erfolgreiche Vertriebsgesellschaften aufbaute und zuletzt selbstständig ein starkes Unternehmen für den B2B Handel führte.

Zur gesamte Folge des Machen.de Podcasts:

Hier lesen Sie mehr zur Saueracker GmbH & Co KG.:

Blogbeitrag zur Entstehung von Saueracker www.saueracker.de/unternehmen/geschichte-kurzinfo/

Allgemeine Entstehungsgeschichte der Saueracker GmbH & Co KG.: www.saueracker.de/unternehmen/entstehungsgeschichte/

Persönliche Informationen zur beruflichen Laufbahn und zur Weltreise von Hans Jürgen Schüttlöffel: www.saueracker.de/unternehmen/hans-juergen-schuettloeffel/